Stadtmassaker und Sozialverbrechen

Stadtmassaker und Sozialverbrechen

by Roland Günter

2013

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Karl Ganser, der zusammen mit Städtebauminister Christoph Zöpel in Nordrhein-Westfalen die finstere Epoche der Stadtzerstörung 1980 beendete, sieht im dramatischen Geschehen der absurden Selbstzerstörung der Großstadt Duisburg "einen Rückfall in den kalten Krieg der Stadtentwicklung." Das Buch ist eine unbestechliche und genaue Analyse von entgleisten Verhaltensweisen gegenüber menschlichen und sozialkulturellen Werten. Es zeigt den gestörten Sinn für Tatsachen und Werte einer politischen und administrativen Klasse, die nicht in der Lage ist, eine Stadt vernünftig zu regieren. Enthemmter politischer Filz will selbst eine Wohnanlage von Max Taut für ein Outlet platt machen. Dabei entsteht jedoch viel Widerstand. Dreht man das Buch um, kann man eine Vision lesen, wie eine Stadt mit menschlicher Nähe und Mitwirkung ihrer Bevölkerung entwickelt werden könnte. Ein packendes auf- und anregendes Buch für Menschen, die ihre Stadt nicht als Fremdherrschaft erleben wollen, sondern als ihren selbstgestalteten Lebensraum mit vielen Chancen. Ein Lernbuch zur Stadt-Kultur.